Blog, PADRINOS
Meister Swami
Hallo zusammen,
ich schreibe euch aus Valencia. Schon bald werde ich nach Deutschland reisen, weil meine Eltern älter werden und mich immer mehr brauchen. Das kann ich gut verstehen, denn wenn man 90 Jahre alt ist, weiß man, dass die verbleibende Zeit begrenzt ist, und man möchte sie gerne in der Nähe seiner Kinder und Enkelkinder verbringen.
Anfang August werde ich wieder nach Spanien zurückkehren und freue mich sehr darauf, nach Extremadura zum wunderschönen Campus PHI zu fahren. Es ist ein Ort mitten in der Natur, an dem ich eine tiefe innere Ruhe empfinde – einer dieser Plätze, die mich zutiefst inspirieren. Dort lebt mein Lehrer, H.E. Pujya Swami Rameshwarananda Giri Maharaj, den ich sehr schätze, bewundere und respektiere.
Campus PHI ist ein Projekt der Fundación PHI in der Sierra de Gata. Es verbindet Unterkunft, Wohlbefinden und Entschleunigung in einer natürlichen Umgebung. Das Konzept basiert auf Nachhaltigkeit, Permakultur und energetischer Selbstversorgung. Zum Campus gehört außerdem das Vedanta-Zentrum, ein Ort der Meditation und der inneren Entwicklung. Dort finden täglich Meditationen und Satsangs mit dem Meister statt. Neben Hotel und vegetarischem Restaurant bietet der Campus PHI weitere Einrichtungen für die Aktivitäten der Universität des Bewusstseins. Es ist ein wunderschöner Ort, um den Alltag hinter sich zu lassen und sich wieder mit dem eigenen Wesen – oder einfach mit der Natur und der Stille – zu verbinden. Und das Essen ist außerdem hervorragend!
Hier findet ihr einige Links:
- Campus PHI: https://cvuc.eu/campusphi/
- Universität des Bewusstseins: https://cvuc.eu
- Vedanta-Zentrum: https://centrovedantico.org
- Hotel Campus PHI: https://hotelcampusphi.com
- Fundación PHI: https://fundacionphi.org
Wir haben großes Glück, denn der Swami ist bereits mehrfach nach Indien gereist, um uns gemeinsam mit einigen seiner geschätzten Schüler zu besuchen. Er kennt die Kinder seit ihrer frühen Kindheit und ich freue mich immer sehr, wenn er sich Zeit nimmt, mit jedem Einzelnen zu sprechen. Die Kinder erzählen ihm von ihren Sorgen und stellen ihm viele Fragen über das Leben. Mich beeindruckt immer wieder die Geduld und Herzlichkeit, mit der er ihnen zuhört.
Dazu möchte ich euch eine kleine Begebenheit erzählen. Einer meiner Söhne hatte schon als kleines Kind die Angewohnheit, mir bei jeder Gelegenheit Geld wegzunehmen. So sehr ich mich auch darüber ärgerte und ihm erklärte, dass das nicht richtig sei und mich traurig mache – er änderte sein Verhalten nicht.
Eines Tages saß er dem Meister gegenüber und sagte ganz offen:
„Ich bin ein Dieb. Mir fehlt es an nichts, aber ich weiß nicht, was mit mir los ist. Wenn ich Geld sehe, kann ich einfach nicht widerstehen und stecke es in meine Tasche.“
Der Swami erklärte ihm daraufhin, wie er dieses Verhalten verändern könne.
Außerdem möchte ich euch erzählen, dass ein spanischer Freund von mir, Esteban, inzwischen viel Zeit in Indien verbringt, um Meditation zu lernen. Wenn er Zeit hat, besucht er auch die Kinder. Das ist für uns eine große Hilfe, denn ich selbst kann nicht das ganze Jahr dort sein. Deshalb sind wir ihm sehr dankbar für seine Besuche.
Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Start in den Sommer.
Namasté,
Christiane
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